Offroad Finnmark: Sieg in Norwegen beim OF150

Deutlich nördlich des Polarkreises habe ich es mir nicht nehmen lassen, an einem 150km Mountainbikerennen durch die Tundra teilzunehmen. Zusammen startete ich mit 120 anderen Teilnehmern in Alta der Hauptstadt von Finnmark in das Abenteuer. Die Strecke verlief teilweise entlang des weltberühmten Alta Flusses, in dem Amerikaner und Engländer gerne gegen eine Tageslizenz von deutlich über 1000€ Lachse fischen gehen. (Ich habe Bilder gesehen, auf denen 28kg schwere Lachse aus diesem Fluss geangelt wurden.) Nach einem längeren Anstieg, bei km 50, konnte ich mich, zusammen mit Matthias Glaser, vom Feld absetzen. Ständige Matschgräben und Flussdurchquerungen zogen die Geschwindigkeit deutlich nach unten. Erschwerend kam hinzu, dass sich die Fahrer mit einem GPS-Navigationssystem selbstständig den Weg finden mussten. Die Locals nutzen ihren Heimvorteil dabei gut aus und versuchten die Lücke zu Sönke immer wieder zu schließen. Ein Tracker, der regelmäßig Signale sendete, verriet den Veranstaltern, dass man sich auf der Strecke befand. Matthias hatte mehrfach Probleme mit seinem Bike und hat mich ziehen lassen müssen. Nach 8 Stunden und 30 Minuten erreichte ich als Erster das Ziel in Alta und ist somit bin ich erster Sieger auf dieser Strecke, die ihr Debüt erfolgreich bestanden hat. Rennen dieser Art liegen mir! Die Motivation, so ein langes Rennen zu meistern, besteht darin, dass es landschaftlich einmalig ist. Es ist ein Privileg so hoch im Norden Rennen zu fahren und ein Abenteuer dazu. So ein langes Rennen kostet enorm viel Energie (mental und auch physisch). Daher habe ich noch ein paar Tage Urlaub in Norwegen drangehängt.

7. Enduro2 – 11. BC Bike Race

Ja, es ging gewaltig ab in der letzten Zeit. Da es aber direkt weiter geht (Mittwoch geht´s nach Norwegen zu einem 150km Marathon Offroad Finnmark), habe ich aktuell wenig Zeit um meinen Blogeintrag zu schreiben. Einen ausführlichen Enduro2, BC Bike Race Bericht wird es in den kommenden World of MTB Magazinen geben. Einen Zugspitzberglaufbericht habe ich für den Blog von Sportograf geschrieben, der sollte auch diese Woche online gehen.
Ich werde euch hier über die Veröffentlichungen informieren.

Sieg bei der Roc Trophy in La Clusaz

Roc des Alpes bildet zusammen mit Roc des Ardennes in Belgien und Roc d´Azur in Frejus die Roc Series. Nachdem ich bereits beim Eintagesrennen in den Ardennen den zweiten Platz einfahren konnte, zog es mich zur 4. Teilnahme nach Frankreich. La Clusaz ist ein wunderschöner Wintersportort, der auch auf Weltcuptauglichkeit im Skilanglauf für geeignet getestet wurde.
Die Veranstaltung bietet viele Rennformate, an denen sich in der Summe über 4500 Teilnehmer angemeldet hatten. Ich habe mich für die Roc Trophy entschieden. Dieses Rennen besteht aus drei Einzelrennen, die in der Summe eine Wertung ergeben. Aber jedes einzelne Rennen hat auch Teilnehmer, die eben nur dieses Eintagesrennen fahren.

Die letzten Tage waren auch hier geprägt durch reichlich Niederschlag und dementsprechend extrem rutschigen Trails, die teilweise längere Schiebepassagen mit sich brachten. Ich entschied mich für den Maxxis Beaver Reifen, der eine sichere Bank bei diesen Bedingungen bietet.

Den ersten Renntag erlebte ich als gelungenen Auftakt. Es galt vier Stages möglichst schnell zu durchfahren. Ähnlich dem Enduroformat. Nur hatte es ebenso viele Up- wie Downhillmeter.
Mit nur 23 Sekunden wurde ich zweiter. Der zweite Tag war ganz klar das Sahnestück: Ein Worldseries Marathon über 73km. Die Strecke war knallhart! Lange Anstiege, super schwere rutschige Trails und viel Schieben. Ich beendete auf Platz 6 das Rennen und holte mir somit direkt die Marathon WM Qualifikation (Top 20). Auf meine Konkurrenz Tao Quemere (Rennradfahrer) fuhr ich fast 14 Minuten raus.

Am Folgetag brauchte ich für die 42km 2:45 Stunden. Daran erkennt man, wie hart diese Strecke war. Sowohl am Samstag, wie auch am Sonntag wurde die Strecke aufgrund der Niederschläge, sinnvollerweise, gekürzt. Kraftmäßig sah es bei mir am Sonntag zunächst nicht rosig aus. Immer wieder verlor ich Positionen am ersten langen Anstieg und hatte mit der Höhe zu kämpfen. Da Quemere am Vortag einen Platten hatte, wusste ich, dass ich mir nicht viele Schwächen leisten konnte. Im Downhill konnte ich immer wieder aufschließen und knapp vor ihm auf dem 13. Tagesrang meinen Gesamtsieg feiern.    pics by Roc des Alpes A.S.O

4. Platz Bikemarathon Bad Wildbad

Wie es um meine Form steht, darüber konnte ich nur spekulieren. Das letzte Rennen war schon drei Wochen her. Mein Training verlief nach dem Roc d´Ardenne gut. Ich habe wöchentlich zum Radtraining auch eine Skirollereinheit gepackt, um den Rumpf gelichermaßen zu belasten.
In Bad Wildbad habe ich mich “nur“ für die Mitteldistanz (60km) gemeldet. Die Langstrecken sind häufig mental extrem fordernd und man muss sich diese mentale Fitness für besondere Highlights aufbewahren. Für mich war es die 6. Teilnahme in Bad Wildbad und sicher die 4. Streckenvariation. 
Mir gefällt, dass die Veranstalter immer wieder neue Routen wählen und bewährtes beibehalten.
Der Trailanteil ist verhältnismäßig für deutsche Rennen hoch. Das macht es auch einfach, die 30km Runde doppelt zu fahren. Ein weiteres Plus, ist die Verpflegung: Es werden Flaschen reingereicht.
Bei sommerlichen Temperaturen, war die Flüssigkeitsversorgung also bestens garantiert. Ich konnte von Beginn an ein hohes Tempo vorlegen und die ersten Anstiege von vorne fahren. Danach kam ein Einbruch, der mich nicht nur das Podium sondern zunächst auch die Verfolgergruppe gekostet hat. Die zweite Runde konnte ich mit Florian Grafmüller (Tune Factory Team) noch einige Fahrer passieren und beendete das Rennen, sehr zufrieden, auf dem 4. Gesamtrang. 
Dass mir am Ende nur 18 Sekunden auf Platz 3 gefehlt haben, zeigt mir, dass meine Form stimmt. Ergebnisse
Das nächste größere Event wird für mich in La Clusaz der Roc des Alpes im Juni sein.

Deutscher Meister! Skilanglauf

So kann die Langlaufsaison enden! Am vergangenen Samstag habe ich es tatsächlich geschafft bei der Deutschen Seniorenmeisterschaft Skilanglauf Langstrecke (30km) den Titel zu holen. Nachdem ich bereits beim Notschreilauf zweimal über 20km meine Leistung abrufen konnte (Pl. 3 und 5), wusste ich, dass die Form gut war!
Von ca. 30 gestarteten Athleten konnte ich mich, nach der ersten von drei Runden, zusammen mit den Skilegenden Walter Kuß und Ulli Zipfel absetzen. In der klassischen Technik ist das Material, also der gewachste Ski, sehr entscheidend. Stefan Weiss von Swix hat mir meinen Ski exzellent präpariert.
Mit diesem Ski war ich voll konkurrenzfähig! In die Schlussrunde lief ich gemeinsam mit Walter Kuß und hatte in den Anstiegen etwas mehr Körner um ihn zu distanzieren und konnte nach über 90 Minuten das Rennen gewinnen. Die Strecke war voll mit Zuschauern. Wahnsinn! Ich dachte, so etwas gibt es nur bei der Tour de France ;-). Der Notschrei hatte wieder eine tolle Veranstaltung mit einer Strecke auf Worldcupniveau. Auch wenn der Winter immer noch in unserem Schwarzwald Einzug hält, starte ich ab kommender Woche mein Radtraining. Aber zunächst einmal homöopathisch…  

1. Lemming Loppet – 6. Platz

Um den Rucksacklauf, der aufgrund von Schneemangel nicht stattgefunden hat, etwas zu kompensieren, habe ich nach anderen Herausforderungen auf Langlaufskiern gesucht. Auf dem Kniebis (Nordschwarzwald) bin ich dann fündig geworden. Hier fand am gestrigen Sonntag der 1. Lemming Loppet (Veranstalter: Karlsruher Lemminge e.V.) statt. Um für die rund 100 Teilnehmer beste Bedingungen zu garantieren, wurde die Strecke auf 20km (statt 30) verkürzt. Außerdem mussten wir statt 2x15km auf einer 2,5km Runde 8 Mal laufen. Das Ganze erinnerte etwas an meine Cyclocrossrennen, wo wir auch eine Rundendauer von ca. 7 Minuten haben. Der Start erfolgte aus einer Doppelstockspur und war gewohnt hektisch. Nach drei Runden konnte ich zu zwei Läufern aufschließen und wir kämpften um Platz 5. Die Spitze war derweil uneinholbar. Das Rennen wurde im Verlauf immer taktischer, weil wir die überrundeten Läufer als “Hindernisse“ geschickt in unsere Renngestaltung integrieren mussten. Am Ende landete ich sehr zufrieden auf dem 6. Gesamtrang (Ergebnisse). Meine Langlaufsaison wird noch drei Wochen andauern. Ich werde am 12./13.3. beim Notschreilauf starten und den Abschluss bildet die deutsche Meisterschaft über 30km in der klassischen Technik am 19.3..

Auf den Latten: La Nordique des Cretes

Leider wird es wohl bei den Vorbereitungen für den Rucksacklauf bleiben. So wie die aktuelle Wetterlage scheint, wird es nicht den benötigten Schnee für 100km durch den Schwarzwald haben. Die endgültige Entscheide wird am Dienstag getroffen, ob es am 13.2. ein Rennen geben wird.
Derweil sind meine Vorbereitungen gut gelaufen. Vergangenes Wochenende stand ich in Frankreich gleich zwei Mal am Start. Am Samstag 22km klassisch und am Sonntag die 25km in der Skatingtechnik. La Nordique des Cretes ist für mich seit meinen Anfängen auf Langlaufskiern, eine Pflichtteilnahme. Das Klassikrennen war mehr ein Schiebewettkampf und ich merkte schnell, dass meine Armpower nicht reicht (Platz 17). Der Sonntag in der freien Technik konnte ich gut mithalten und beendete auf Platz 3 ein gutes Rennen. Die Bedingungen hätten unterschiedlicher nicht sein können. Samstag wenig Altschnee mit Laub in der Spur und extremer Wind. Sonntag 20cm Neuschnee und durch Nebel war die Sicht schlecht. Langlaufen geht bisher immer noch in den Hochlagen des Schwarzwalds. Daher nutze ich meine Ski weiterhin… die Hoffnung stirbt zuletzt.

2. Platz beim Hot Epic Israel

Hot steht für den Namenssponsor: Ein israelischer Mobilfunkanbieter. Treffender hätte es nicht sein können! Vergangene Woche stand ich zusammen mit Benjamin Joerges (2er Team) am Start bei dem 3-tägigen UCI S2 Stage Race in Israel. Sowohl die für uns untypischen hohen Temperaturen, wie auch die für die Isralis untypischen Regenfälle auf Stage 2, brachten alle 500 Teilnehmer an die Grenzen. 
Bei der Hitze mussten wir jede Verpflegungszone ansteuern, beim einsetzenden Regen haben sich die Reifen so zugesetzt, dass sich das Hinterrad nicht mehr durch den Rahmen gedreht hat. 
Im Vorfeld haben wir uns ein Ergebnis zwischen 6 bis 10 ausgemalt. Bei der starken Besetzung, wäre alles andere nur Zugabe. Umso erstaunter waren wir, dass wir bereits auf der ersten Etappe das Tempo mitbestimmen konnten. Mehr noch: Wir fuhren in das Leadertrikot, dank dem Defektpech von den Südafrikanern: Nico Bell und Erik Kleinhans. Profitieren konnten wir ebenfalls vom Plattfuß vom deutschen Team Rocky Mountain (Gathof / Demuth) und von dem Einbruch des israelischen Meisters Haimy Shlomi. Aber schon auf der folgenden Etappe zeigten die Südafrikaner ihre Klasse und holten sich mit dem Tagessieg auch das Leadertrikot. Auf Stage 3 wurden alle Chancen auf den Gesamtsieg mit drei Platten begraben. Platz 2 bei einem UCI S2 Stage Race bedeutet uns viel. Jetzt können wir theoretisch 2016 alle XCO Worldcups bestreiten. La Bresse wäre für mich denkbar. 
Nachdem Rennen haben wir uns noch Jerusalem und Tel Aviv mit seinen wunderschönen Stränden angeschaut. Tolle Städte mit einem Flair, das sehr an Mitteleuropa erinnert. Die kulturelle Vielfalt ist imposant, birgt aber auch viele Gefahren. Während unserer Israelzeit war viel Negatives in den Medien. Davon haben wir vor Ort nichts mitbekommen. Im Nachhinein waren die Straßen vielleicht doch etwas leerer als in ruhigeren Zeiten. (Werde demnächst noch ein paar Bilder von Tel Aviv und Jerusalem in meinen Blog packen.) Ergebnisse