Graveln bei Sonnenschein

Der März startete mit vielen Sonnenstunden und angenehmen Temperaturen. Die Radsaison startet so langsam. Rennen sind bisher geplant aber die Absagen lassen nicht lange auf sich warten. Solange die Situation kein vernünftiges sportliches Ziel zulässt, gravel ich, mit Freude an der Bewegung, durch unseren schönen Schwarzwald. Zusammen mit meinem Kumpel Moritz haben wir ein paar Impressionen festgehalten. 

Gravel Session in Breitnau

Erst kein Schnee, dann Corona! Alle Rennen sind bis auf Weiteres abgesagt. 
Daher kann man es auch etwas ruhiger angehen lassen und einfach mal mit dem Gravelrad ein paar Runden drehen. Viel Spaß bei meinem ersten eigenen Video 🙂 
(Filmed by Handycam Conny)

FUQRS – Freiburg Umland Querdfeldein Rennserie

FUQRS – ja es gibt sie immer noch – die stressfreie, super familiäre Rennserie ohne Sieger im freiburger Umland. Auch wenn ich mich in letzter Zeit etwas rar gemacht habe, so stehe ich doch immer wieder gerne am “Start”. Axel Winterhalter organisierte das Zusammentreffen in Steinenstadt neben dem FKK Gelände. Hier hat man im Winter seine Ruhe und kann problemlos seine Runden auf dem Crosser drehen.

Nach einer obligatorischen Einführungsrunde, so dass es auch später keine Verfahrer gibt, konnte das Rennen gestartet werden. 45 Minuten über “Stock und Stein” und durch Wassergräben.

Neben reichlich Laktat, hat auch der Glühwein-, Kaffe- und Kuchenverzehr im Anschluss Tradition. Alle 17 Starter/innen waren wieder einmal glücklich und freuen sich auf kommende Baggerseeumrundungen.
Alle Fotos sind von Hans-Peter Schneider.

Cyclocross – Der Herbst ist unschlagbar

Der Herbst bedeutet im Radsport: Offsaison! Es ist die Zeit nach einer langen Wettkampfphase und vor der kommenden Saison. In den Lehrbüchern der Trainingslehre heißt es: Ruhe, Auszeit und den Körper und Geist erholen. Bei mir nicht!

Ich liebe Wettkämpfe. Sie bedeuten für mich keinen Stress. Ich stehe an der Startlinie und habe Bock. Daher ist das Crossen für mich genau richtig. Die Rennen sind traditionell immer im Herbst / Winter und mit 60 Minuten sehr überschaubar. Es sind aber brutal intensive 60 Minuten. Mit dem Startschuss erfolgt das Laktat. Maximal und immer drauf! Es wird dreckig! Fahrtechnik ist wichtig. Das Rad ist ohne Federgabel und mit 33mm Bereifung super direkt. Fahrfehler enden im Sturz. Ständig muss man auf- und abspringen. Ständig bei der Sache bleiben. Wer Wettkampfangst hat, der ist hier verloren und wird schnell die Lust daran verlieren. Dafür ist die Sportart einfach zu ehrlich und zu hart. Das liebe ich! Ich bleibe entspannt und bin wenige Minuten vor dem Start im “Tunnel”.
Mich persönlich stresst aber die Rumreiserei zu den Rennen. Daher genieße ich es, dass ich im benachbarten Frankreich selten über 90min Anreise habe und viele, mit Liebe und Herzblut organisierte Rennen finde. Das Niveau ist immer gut und die Teilnehmerzahl zwischen 30 und 60 Starter crosstypisch familiär. In unmittelbarer Nähe finden sich nur wenige deutsche Rennen für mich. Kehl und Whyl sind ebenfalls sehr schöne (nahe) Rennen, wo sich die deutsche Elite trifft. Offsaison gibt es seit 6 Jahren nicht mehr für mich! Dafür genieße ich es zu sehr auf der Überholspur zu sein. Ruhiger wird es irgendwann bestimmt…

Foto: Maurice Kloetzen
Location: Soultz (Frankreich)

Sieg beim Gravel Race in Singen

Im Rahmen des Hegau Bike Marathons fand auf der 49km Strecke parallel zum MTB Race ein Rennen auf dem Gravelrad statt.

Schnell formierte sich eine vierköpfige Ausreisergruppe, in der ich der einzige auf dem Gravelrad war. Meine Mitstreiter waren auf dem MTB und demnach in ihrer eigenen Kategorie. Meine Taktik war aber nicht nur einfach mitfahren, sondern das Tempo gemeinsam hochhalten.

Ich schaffte es irgendwie immer wieder die Lücken nach den Downhills zu schließen. Die Abfahrten waren alles andere als einfach mit den schmalen Reifen und der Starrgabel. Aber genau das war auch in der Ebene ein Vorteil. Es verhalf mir später bei der entscheidenden Attacke und ich konnte noch vor dem ersten Biker das Ziel passieren.

Rückblick 2018

Die Saison 2018 war eine gute und auch lange! Ich lief bereits im Januar Langlaufrennen und fuhr mein letztes Cyclocrossrennen im Dezember. Im Juli durfte ich als Gastfahrer für “Embrace the World” bei der 9-tägigen Rennradrundfahrt teilnehmen. das war für mich sportlich eine Herausforderung, lag mein letztes Rennradrennen doch über 3 Jahre zurück.
Um ein paar Highlights zu nennen:

4. Platz Rucksacklauf
1. Platz Gravel Race Ultra Bike Kirchzarten
2. Sudety MTB Challenge Polen
2. Gravel Race Roc d’ Azur Frankreich
2. Mesa Trail Hero (Kurzstrecke)
2. Cyclo Cross Tour de Wittenheim
Vizemeister Ba-Wü Cyclocross
Teilnahme an: Swiss Epic, Engadin Bike Giro, uvm.

Es waren wieder sehr tolle Events!

 

Roc d´Azur und mehr

Schon länger ist es her, dass ich hier etwas aktualisiert habe.
Das liegt zum einen daran, dass ich über andere Kanäle (z.B. World of MTB oder Instagram) poste und zum anderen, dass ich schlicht nicht die Zeit finde. Wie dem auch sei, ich war in der Vergangenheit nicht untätig. Es war sogar sehr spannend! Ich war viel in Frankreich und sogar in China unterwegs. In China durfte ich als Gastfahrer für das Team “Embrace the World“ in die Cyclocross einsteigen. In Peking gab es gleich zwei UCI C1 Rennen mit einer guten Besetzung.

Danach kam in Wittenheim der heimische Crosseinstieg. Ich beendete das Etappenrennen (2x Massenstart, 1x Einzelzeitfahren) auf dem 3. Gesamtrang und durfte zwischenzeitlich das Leadertrikot überstreifen. Es folgten 14 Tage Südfrankreich. Beim TransVwest einem 100km langen Eintagesrennen fuhr ich lange Teile in der 6-Mann-Spitzengruppe zusammen mit Julien Absalon und anderen sehr starken Fahrern. Nach mehreren Platten und einer guten Aufholjagd konnte ich auf Platz 9 finishen. Nur fünf Tage später war der Start beim Gravel Roc. Dieses 65km 1200hm lange Rennen ist Teil vom Roc d´Azur. Ich hielt mich die ersten Kilometer in der Spitze mit Granaten wie Jaroslav Kulhavy, Christoph Sauser, Steve Chainel auf. Am Ende, nach einem langen Solo, konnte ich mit dem 5. Platz sehr zufrieden sein. Den klassischen Roc d´Azur (57km) musste ich natürlich mitnehmen. Top 50 wäre möglich gewesen aber nicht mit einem Hungerast kurz vor dem Ziel. Somit war der 62. Rang das Maximum an diesem Tag. Nun bin ich mitten in der Cyclocross Saison. Die Rennen im nahen Elsass laufen sehr gut für mich. Auch konnte ich bei einem sehr spontanen Start zum Deutschland Cup einen 9. Platz einfahren. Für die Crossrennen habe ich nochmals aufgerüstet.

Normalerweise haben gute Crossfahrer mindestens zwei Räder. Ich besitze eins. Allerdings habe ich mir zwei neue Laufradsätze gegönnt (BQ Cycles) und kann somit je nach Bedingung den Matsch- oder Trockenreifen fahren. Das ist immerhin mehr als ich 2016 hatte 😉
Ach ja, die legendäre FUQRS Rennserie durfte ich eröffnen. In Kirchzarten organisierte ich das Opening zu dieser kleinen aber feinen Rennserie. Mehr dazu hier: FUQRS Auftakt

Ergebnisse (seit 24.09.2017)

18. Cyclocross Qiansen Trophy I UCI C1 Peking
23. Cyclocross Qiansen Trophy II UCI C1 Peking
9. MTB TransVwest 100km
5. Gravel Roc 65km
62. MTB Roc d´Azur 57km
3. Cyclo Cross Tour Temps 2 Sport (Wittenheim)
2. Cyclocross de Heimsbrunn
3. Cyclocross de Wattwiller
9. Cyclocross Deutschland Cup Kehl

Rückblick “Deutsche Meisterschaft im Cyclocross” 2017

Nach einer sehr erfolgreichen Crosssaison, wollte ich das letzte Rennen mit der Deutschen Meisterschaft in Quaidersbach beenden. Die ansprechende Form aus den vergangenen Wochen konnte ich nicht mehr abrufen und so beendete ich die DM auf Platz 19 von 40 Starten. 
Der Kurs war technisch und schmierig und viele Zuschauer sorgten für Stimmung. Jede Runde fühlte ich mich wohler und festigte meine Position um Platz 17. Leider konnte ich im Finale nicht mehr mithalten, da mir bei einem Überholvorgang ein Mitstreiter ins Schaltwerk gefahren war und ich nur noch vier Gänge zur Verfügung hatte. Top20 bei deiner Deutschen Meisterschaft ist dennoch ein guter Abschluss und motiviert für die folgende MTB Saison. Bis es aber soweit ist, stehe ich regelmäßig im Schnee auf meinen Langslaufskiern. Das Ziel ist eine erfolgreiche Teilnahme beim 100km Rucksacklauf (Schonach-Belchen). Aktuell sind die Schneeverhältnisse überragend. Sollte es so bleiben, steht einer Ausführung der Veranstltung nichts im Wege. Leider kann man keine langfristige Prognose machen. Dass der Rucksacklauf stattfindet, ist daher keine Selbstverständlichkeit. Ich werde auch jeden Fall vorbereitet sein…

1. Lemming Loppet – 6. Platz

Um den Rucksacklauf, der aufgrund von Schneemangel nicht stattgefunden hat, etwas zu kompensieren, habe ich nach anderen Herausforderungen auf Langlaufskiern gesucht. Auf dem Kniebis (Nordschwarzwald) bin ich dann fündig geworden. Hier fand am gestrigen Sonntag der 1. Lemming Loppet (Veranstalter: Karlsruher Lemminge e.V.) statt. Um für die rund 100 Teilnehmer beste Bedingungen zu garantieren, wurde die Strecke auf 20km (statt 30) verkürzt. Außerdem mussten wir statt 2x15km auf einer 2,5km Runde 8 Mal laufen. Das Ganze erinnerte etwas an meine Cyclocrossrennen, wo wir auch eine Rundendauer von ca. 7 Minuten haben. Der Start erfolgte aus einer Doppelstockspur und war gewohnt hektisch. Nach drei Runden konnte ich zu zwei Läufern aufschließen und wir kämpften um Platz 5. Die Spitze war derweil uneinholbar. Das Rennen wurde im Verlauf immer taktischer, weil wir die überrundeten Läufer als “Hindernisse“ geschickt in unsere Renngestaltung integrieren mussten. Am Ende landete ich sehr zufrieden auf dem 6. Gesamtrang (Ergebnisse). Meine Langlaufsaison wird noch drei Wochen andauern. Ich werde am 12./13.3. beim Notschreilauf starten und den Abschluss bildet die deutsche Meisterschaft über 30km in der klassischen Technik am 19.3..