Im Herzen Österreichs: Ischgl Ironbike

Sonnenschein und ein Starterfeld, das bei der EM nicht besser hätte sein können. Das Preisgeld 20.000€ ist das höchste, das in Europa bei einem Mountainbike Marathon vergeben wird. Das Rennen führt über 78km und 3800hm. Man überquert einen kleineren und zwei größere Berge, die jeweils auf über 2700 Meter gehen.
Nach einem neutralisierten Start ging es von Ischgl nach Galtür und wieder zurück. Im Anschluss wurde es hochalpin. Sehr steile Anstiege und 1200hm am Stück. Mit meiner Übersetzung (29-36) war ich absolut am Limit. Teilweise musste ich Zick-Zack fahren um nicht abzusteigen. Nach 4:15 Stunden fingen meine Beine an zu krampfen. Das Rezept: Einfach drüberziehen; also weiterkurbeln und nach Möglichkeit einen Gang leichter. Auf Platz 29 gesamt und auf dem 3. in der Sportklasse fuhr ich nach 4:56 Stunden ins Ziel. Für mich waren die Berge zu steil und die technischen Abschnitte zu dürftig. So bin ich mit dem Ergebnis absolut zufrieden.

Transvesubienne… das Meer in Sicht!

La Colmiane 6.30 Uhr Startschuss zum Transvesubienne Mountainbike Marathon.
Ziel Nizza! 83 Kilometer! Ich bin schone viele Marathonrennen gefahren. Viele von denen ich dachte, dass sie technisch und schwierig zu fahren sind, haben nun ein neues Maß. Dieses Rennen ist von der ersten bis zur letzten Minute schwer. Direkt nach dem Start geht es eine Skipiste hoch, die so steil ist, dass es unmöglich ist die Falllinie zu fahren. Nicht überzocken! Aber das denken sich alle um mich herum auch. Ich starte zum ersten Mal und weiß, dass es die nächsten sieben Stunden auf dem Sattel weitergeht. Nach den ersten knackigen 500 Starthöhenmeter geht es auf den ersten Downhill. Noch ist der Trail flowig und recht kontrollierbar. Aber schon bald zeigen sich die extrem anspruchsvollen Alpentrails. Steinig, steil und mit Serpentinen, die zudem mit knie- bis hüfthohen Absätzen versehen sind. Es ist der Killer. Ich habe lange mit mir gehadert ob ich die Vario-Seatpost fahren soll oder nicht. Die einzige, richtige und vernünftige Entscheidung war sie einzubauen. Ich hätte wohl noch mehr Zeit auf den Downhills verloren bzw. müsste deutlich mehr schieben. Ich bin bisher bei keinem Marathon wegen einem Downhill vom Bike gestiegen! Hier so oft, wie ein Anfänger, der das erste Mal den Rosskopf-Trail runtergeschickt wird. Bergauf hatte ich keinerlei Probleme und konnte wieder Plätze gut machen. Sehr viele Anstiege waren jedoch nicht fahrbar. Wir befinden uns hier auf dem GR5. Ein Wanderweg für die Sportlicheren und sportliches Wandern mit einem gekonnten Radtragegriff war Angesagt. Es machte auch keinen Sinn dabei zu Rennen, das tut bei zwanzigminütigen Schiebepassagen ziemlich weh und das Ziel war weit. Die Trails, aus denen überwiegend der Marathon besteht, sind sehr speziell. Fährt man beispielsweise durch kleine Orte, dann geht es schmale Gassen runter, die gespickt sind mit hohen, kurz aufeinander folgenden Stufen. Ich fuhr viel allein oder bin mal auf Biker aufgefahren um mich im Downhill wieder überholen zu lassen. Mein Racefully war sicherlich eine sehr gute Entscheidung in Finale Ligurien aber hier sind 160mm Scheiben, 100mm Gabel und 2.1 Reifen die “schlankere“ Wahl. Und die trifft man kein zweites Mal. Sinn machen auch stabile Laufräder. Leichtbau rächt sich! Ich habe mir zwei Speichen hinten gebrochen und vorne einen ordentlichen 8er Reingefahren. Ohne Sturz! Das Meer auf sichtweite und der Salzgeruch in der Nase geht es auf die letzten fünf Kilometer. Flach! Wir machen den Namen der Veranstaltung aller Ehre und überqueren gefühlte zwölf Mal die Vesubie. Dieser kleine Fluss gefüllt mit Flussschotter ziehen dir die letzten Körner. Leider habe ich mir auch genau hier einen Platten gefahren, den ich, nach mehrmaligen Nachpumpen, durch einen Schlauch ersetzten musste. Dieser Wechsel erfolgte in einem XL Kanalsystem, der auch die Zielgerade bildet und mich drei Plätze gekostet hat. Nach ca. 7:15 Stunden fuhr ich als 24. von über 1000 Startern ins Ziel. Das Ergebnis ist vollkommen okay. Mit etwas mehr Downhillperformance und dem passenden Material wäre sicherlich noch mehr drinnen gewesen… Aber was hätte wäre, wenn… EGAL! 

24 hours of Finale Ligurien 2011

Wer denkt, dass ein drei Stunden Mountainbikerennen hart ist, der hat noch nie ein 24 Stunden-Race absolviert. Man kann sich alles bequem machen aber nicht, wenn man mit der Einstellung am Start ist das Rennen zu gewinnen.
Zusammen mit der Supernova Crew, die uns bestens mit Lampen ausgestattet hat und meinen Teamfahrern Julian Schwendemann, Martin und Stefan Siefermann ging es vergangenes Wochenende nach Italien. Südlichen von Genua in Finale, den meisten bekannt als Freeride-Hochburg, stand das legendäre „24h of Finale“ auf dem Programm. Die Strecke dauerte je nach Uhrzeit zwischen 35 und 46 Minuten. Es ging über 11 Kilometer mit 270 Höhenmetern und 75% Singletrailanteil. Die restlichen 25% waren Wege, die in Deutschland bei jedem Marathon als Singletrail durchgehen würden. Also eine Strecke, die mir zusagt! Alleine der Start war schon ein Highlight für sich: Le Mond in Finale mit einem 10 Kilometer Uphill, der teilweise 24% Steigung aufwies. Im Anschluss ging es auf die genannte Runde. Mein Team entschied sich für diese Herausforderung Martin Siefermann an den Start zu stellen.
Martin kam als zweiter gesamt den Anstieg hinauf. Dann geschah das Missgeschick, an dem wir weitere 23 Stunden zu knappern hatten. Martin bekam einen Platten und das Pannenspray half nicht. Durch den Aufruf über einen Streckenposten wurde uns Mitgeteilt, dass wir nicht auf unseren Startfahrer warten brauchen und sofort einen weiteren Fahrer auf die reguläre Runde schicken können. Das Nichtbeenden des Startuphills kostete uns eine Runde, die wir Strafe bekommen haben. Fast 40 Minuten lagen wir also unmittelbar nach dem Start im Rückstand. Wir fuhren dennoch mit maximalem Speed weiter. Nach fünf Stunden lagen wir bereits auf Platz acht und auf Platz eins hatten wir noch 30 Minuten. Power On! Vollgas bis zum Kotzen! Leider traf das auch auf Stefan Wort wörtlich zu und er musste sich in der Nacht vorläufig verabschieden. Die Taktik war: Nach jeder Runde wechseln. Jede Runde wird so schnell, wie möglich gefahren. Geschlafen wurde höchstens 40 Minuten, wenn alle Biker in der Lage sind ihre Runden zu fahren. Ansonsten wird’s gleich mal richtig anspruchsvoll. Ein großes Problem ist die Nahrungsaufnahme. Irgendwann, leider viel zu früh, verweigert der Magen die Essensmengen, die nötig sind um die verbrauchte Energiemenge zu decken, aufzunehmen. Schafft man es dennoch reichhaltig zu essen, dann geht der „Schuss“ nach hinten los… . Wir reden hier von brutalem Sport. Der 24h Weltmeister, der sein Trikot spazieren trug, hat wohl den brutalsten Magen. Egal! Wir gaben Alles! Im Team nimmt auch keiner einen Gang raus um sich zu schonen. Wer fahren kann, der holt das Maximale raus. Wir steigerten uns und waren nach 15 Stunden auf Platz 4. 20 Minuten hinter den Führenden und noch weitere drei Platten warteten auf uns. Bisher hatten wir nun zwei Durchschläge und sechs gerissene Speichen an zwei Vorderrädern. So ich reduziere mal die Spannung und bringe die Geschichte auf den Punkt. Stefan konnte die letzten sechs Stunden wieder in gewohnter Kämpfermanier fahren und wir näherten uns unserm Ziel. Als Martin in der vorletzten Runde zwei Minuten auf den Zweitplatzierten aufschloss, vollendete Stefan unseren Tag auf dem Mountainbike und überholte in der letzten Runde und wir wurde zweiter. Uns fehlte am Ende fünf Minuten auf den Sieg und mir zudem noch die nötige Kraft um mich auf den Beinen zu halten. Im Anschluss war ich so ausgepowert, dass ich 18 Stunden durchgeschlafen habe.
Aktuell hocke ich direkt am Mittelmeer in der Nähe von Frejus und versuche zu regenerieren um am Sonntag beim Transvesubienne am Start zu stehen.

Team Mobil in France

Zusammen mit dem Team Mobil ging es am Sonntag nach Gerardmer in die Vogesen zu einem super schönen Mountainbike Marathon (78km; 1500hm). Der Smart-Heckträger wurde zuvor von Daniel Eiermann und mit ordentlich tiefer gelegt und für die Ausfahrt getuned. Das Rennen verlief für mich bescheiden. Ich für in der Gruppe um Platz 5 und musste zum zweiten Mal in diesem Jahr mit Platten aussteigen. Die Klebereifen sind vielleicht doch nicht so geil… Für Daniel lief es optimal und er schaffte es die Konkurrenz abzuhängen und gewann den Marathon. Zudem gewann er auch einen Kühlschrank, der jedoch nicht mehr ins Team Mobil passte und er nun einen 4-Monate gültigen Gutschein für diesen bekam. 

Trans Germany 2010 von Garmisch nach Bregenz

4 Tage 286 Kilometer 7212 Höhenmeter
…liegen hinter mir! Um es mal kurz zu fassen: Kälte, Schweiß, Wasser, Hitze und Asphalt. Die Craft Trans Germany 2010 hatte eine weltklasse Besetzung und mit dem Marathon Weltmeister Christoph Sauser keinen Unbekannten am Ende der vier Etappen auf dem ersten Platz. Gekennzeichnet durch Wetterextreme kämpften sich 1200 Teilnehmer über vier Etappen von Garmisch nach Bregenz. Die ersten beiden Etappen wurden durch sinnflutartige Regenmassen (ergänzend in Form von Pfützen und Bächen) unterstützt.
Mir persönlich machte das Regenwetter nicht so viel aus und so fing bei mir das große Leiden bei der 3. Etappe mit Hitze und steilen Rampen mit bis zu 26% Steigung an. Die Schlussetappe, vorwiegend auf Asphalt, war mit einem Schnitt von fast 31 km/h extrem schnell. Ich beendete die Trans Germany auf einem guten 43. Platz. Dieses Rennen wird meine Leistung für den Black Forest Ultra Bike Marathon in zwei Wochen sicherlich noch etwas pushen. Ein Dank geht noch an Benny und Patrick von Rothaus Cube für den Localsupport!

Türkei Marathon Manavgat

Wieder ein Highlight; Türkei mit Brownie, Eggman und BJ!
Marathon Delux mit 94km und dementsprechend viele Höhenmeter.

Türkei Manavgat MTB Marathon 4.4.2010
Pl. 12 Lohn der Mühe
mehr unter: www.manavgatmtb.org