Skilanglaufen auf dem Schauinsland

Wenige aber dafür ein paar sehr gute Schneetage hatte ich bereits auf den Loipen im Schwarzwald. Einer dieser Tage war zusammen mit Sebastian Lutz auf der Haldenspur. An diesem Tage wurden die 50km geknackt. Es ging über die Schauinslanrunde bis zum Feldberg und zurück. Hier ein paar Impressionen. 

Dieser Winter lässt alles platzen

Dieser Winter ist ein Trauerspiel!
Bisher hat es sportlich für kein Highlight gereicht. Alle Langlaufrennen, an den ich starten wollte, sind ausgefallen. Dennoch gelang es mir fast wöchentlich irgendwo im Schwarzwald Schnee zu finden und ein paar Kilometer abzuspulen. Für mich ist der Notschrei-Lauf (1.3.) die letzte Möglichkeit, meine Trainingskilometer umzumünzen. Aber auch bis dahin brauchen wir in den Höhenlagen mehr Schnee.
Umso glücklicher bin ich, dass ich mit Daniel Gathof bereits am 13.3. in Menorca beim “Epic Cami de Cavalls 360°” mit dem Mountainbike am Start stehe.

Meine Langlaufrennkalender 2020

Hotzenwald Classic – ausgefallen
Nordique des Cretes – ausgefallen
Lemming Loppet – ausgefallen
Rucksacklauf – ausgefallen
SZ Breitnau Supersprint – ausgefallen

… zum Glück gibt es TV und Worldcups, die stattfinden.

 

Notschreikönig 2019

Die Titelverteidigung ist geglückt! Beim Notschreilauf konnte ich die Gesamtwertung (2x 20km) gewinnen. Die ersten 20 km wurden in der klassischen Technik zurück gelegt. Die Spur war weich aber dennoch gut zu laufen. Ein 3. Gesamtrang war jetzt die Basis für die Krone. Die zweiten 20km auf der gleichen Strecke in der freien Technik waren dagegen ein echter Kampf. Für die Doppelstarter ist es nicht möglich zusammen mit den schnellen Skatern zu laufen. Sie starten in dem 45 minütigen Zeitfenster ca. 30 Minuten später als die Einzelstarter. Wir schaffen es einfach nicht so früh in den Startbereich. Demenstsprechend zerfurcht und tief war die Loipe. Es viel mir sehr schwer, das Tempo hoch zu halten und ich verlor viel Zeit auf die Einzelstarter. In der Wertung zum Notschreikönig hat es in der Summe aber mit 9 Sekunden Vorsprung auf Peter Hoffmann gereicht.Bei einer Renndauer von 2:27 Std. ist das natürlich ein gefühlter Wimpernschlag.

Was steht an??? Notschreilauf

Der Winter ist noch “reichlich” vorhanden.  Zumindest der Schnee… Auf den Kuppen des Schwarzwaldes ist Skilanglauf immer noch gut möglich und der Notschreilauf am 3.3.2019 problemlos durchführbar. Naja, ganz so einfach wird es nicht. Die Spur ist reichlich verdreckt durch den Wald und die Schneeverhältnisse werden nass und somit langsam sein. Ich denke, dass ich wieder 2x20km laufen werde. Bereits 2018 konnte ich diese Kombiwertung gewinnen und mich Notschreikönigs nennen 🙂 !!
Ich freue mich auf meine anspruchsvolle Hausrunde und auf konstante Bedingungen, besonders bei den zweiten 20km (Skating). Als Doppelstarter schafft man die frühe Startzeit für die Skater nicht und muss gegebenenfalls auf einer weicheren und somit langsameren Spur laufen. Für die Doppelwertung ist das egal, für das Skatingergebnis allerding schwierig.
Am Mittwoch geht der Flieger nach Menorca. Dort starte ich beim 3-tägigen MTB Etappenrennen Epic Cami de Cavalles.  Mein Teampartner ist der Österreicher Lukas Kaufmann. Es wird spannend. Lukas kenne ich von ein paar Rennen. Zusammen sind wir aber nie gefahren. Er ist ein sympathischer, ehrgeiziger und junger Sportler, der schon an fast jedem Rennen in Europa teilgenommen hat. Erfahrung bringen wir also beide mit, Lukas aber definitiv mehr Trainingskilometer (2019) auf dem Rad. Mit meinen 200 Bikekilometern, ist es fast schon fahrlässig ein Etappenrennen zu bestreiten 😉

Fotos: Martin Schrempp

100km Rucksacklauf

Zieleinlauf Belchen Multen, Foto: Maike Bullert

Nach langer Zeit des Wartens, durften wir das erste Mal wieder seit 2015 die 100 Kilometer in Angriff nehmen. 2015 war meine erste Teilnahme beim “letzten Abenteuer im Schwarzwald“. Ich kam genau 5km weit und überschlug mich so verheerend, dass meine Bindung brach. Ehrliche gesagt, ich war zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht bereit für diese 100 anspruchsvollen Kilometer.
Ein Jahr später war ich bereit! Der Schnee war Mangelware und somit wurde die Strecke auf 50km verkürzt. Ich beendete das Rennen auf dem 3. Gesamtrang. Auch 2018 gelang mir ein gutes Rennen (4. Platz) aber eben auch wieder nicht auf der 100km Distanz, die wiederrum den geringen Schneemengen zum Opfer fiel.

Stefan Weiss bereitet meine Ski vor.

2019 spielte uns das Wetter in die Karten. Es gab im Januar ausreichend Schnee und schon früh kam das OK, dass der Rucksacklauf über die volle Distanz von Schonach zum Belchen stattfinden konnte.
Mein Training lief gut. Eine kleine Erkältung fesselte mich wenige Tage zuvor ans Bett aber stoppte nicht meinen Tatendrang. Lange waren die Wetterverhältnisse sehr undurchsichtig für den Renntag.
In der klassischen Technik ist der Ski das “A und O“. Hält der Ski nicht im Anstieg, dann kann man aussteigen! Bis kurz vor dem Start war meine Art der Steigzone noch nicht klar: Klister, Wachs, Fell…??? Stefan Weiss, der mich bereits vor vielen Jahren im MTB Sport mit Pactimo unterstützt hat, half mir bei der Präparation der Ski. Er hat als Swix-Wachser die nötige Erfahrung und Ruhe.
Nach einem kurzen Skitest um 6.40 Uhr war die Wahl getroffen. Der Klisterski war meine Waffenwahl.

Als sei das Rennen nach 3km zu Ende, so muss man sich den Start in Schonach vorstellen. Es ging eine steile Rampe hoch, auf die eine weitere folgte. Die Spitzengruppe musste ich nach 30min ziehen lassen. Mein Rhythmus war wichtig. Jörg Schoder kam aus der Spitzengruppe auch zurück und wir liefen gemeinsam über 60km Seite an Seite. Jeder ambitionierte Läufer musste sich auf seine Betreuer verlassen. Sie reichten Getränke oder Essen. Das glich einer organisatorischen Meisterleistung für die Betreuer. Die möglichen Verpflegungspunkte mussten schnell organisiert und angefahren werden. Meine Frau Conny machte einen genialen Job! Nach 3 Stunden 47 Minuten erreichte ich, nach 60km, Hinterzarten. Mein Plan unter 7 Stunden zu bleiben schien greifbar nah.
Jeder Teilnehmer weiß, der Feldberg hat seine eigenen Gesetze. So auch an diesem Freitag.
Unmittelbar mit dem Austritt aus dem Wald am Grübele, blies mir der kalte Wind mit seinen Schneeflocken ins Gesicht. Der Ski, der bis dahin super lief, setzte sich mit Stollen zu. Das war so heftig, dass ich phasenweise ans Gehen gedacht habe. Ich kämpfte mich fünf Kilometer durch den frisch gefallenen Schnee und merkte, wie ich die Minuten verlor. Nur wenige Höhenmeter tiefer lief der Ski wieder optimal. Aber 15min habe ich sicher im Schneegestöber verloren.

Support ist wichtig. Hier am Notschrei reicht mir Oli noch ein Gel. Foto: Lars Millentrup

Das Gebiet um den Notschrei kenne ich sehr gut. In der Vorbereitung nutzte ich viele Trainingsstunden dort. Mit wenigen Schlucken Cola meisterte ich auch die letzten 200 Höhenmeter ab dem Wiedner Eck und fuhr zufrieden auf dem 6. Gesamtrang ins Ziel. Leider hat es mit 7:04 Stunden nicht ganz für meine persönliche Traumzeit gereicht aber ich bin glücklich, auf der Originalstrecke den Rucksacklauf zu finishen. Generell muss man auch sagen, dass Zeiten keine Aussagen haben. Sind die Bedingungen schnell, was sie dieses Jahr sicher nicht waren (nass, windig, dreckig, Neuschnee…), dann verbringt man auch weniger Zeit auf seinen Ski… Aber so hatten alle Teilnehmer einen schönen langen Tag im Hochschwarzwald.
Mehr zum Thema Rucksacklauf findet ihr hier: Text Sönke Rucksacklauf
Beitragsbild: Martin Schempp

Der Klister sammelte den Dreck im Wald auf.

Ein kurzes Update

Training für den 100km Rucksacklauf. Foto: M. Albermann
Liebe Freunde! Ich hatte eine sehr gute Saison 2018, sowohl auf dem MTB, wie auch auf dem Crosser. Auch wenn ich 2018 auf meiner Seite nicht aktiv gewesen bin, so hatte ich dennoch viele schöne Momente abseits und mit dem Sport… Auf Instagram  habe ich, nach wie vor, meine sportlichen Highlights kurz und knapp zu veranschaulicht. Ich freue mich, wenn ihr mir dort folgt. Auch 2019 werde ich wieder für das sehr sympathische GIANT GERMANY OFFROAD TEAM starten. Jetzt aber auch hier ein kleines Update! Der Winter ist im Schwarzwald, mit Schnee und kühlen Temperaturen, zurück gekehrt. Das heißt, die alljährliche Vorbereitung für den Rucksacklauf ist im vollen Gange. Für den Hochschwarzwald Tourismus habe ich einen Artikel über dieses verrückte Rennen geschrieben: DER RUCKSACKLAUF. Bis dahin wünsche ich euch viele schöne Tage im Schnee oder auf dem Rad.

Rückblick 2018

Die Saison 2018 war eine gute und auch lange! Ich lief bereits im Januar Langlaufrennen und fuhr mein letztes Cyclocrossrennen im Dezember. Im Juli durfte ich als Gastfahrer für “Embrace the World” bei der 9-tägigen Rennradrundfahrt teilnehmen. das war für mich sportlich eine Herausforderung, lag mein letztes Rennradrennen doch über 3 Jahre zurück.
Um ein paar Highlights zu nennen:

4. Platz Rucksacklauf
1. Platz Gravel Race Ultra Bike Kirchzarten
2. Sudety MTB Challenge Polen
2. Gravel Race Roc d’ Azur Frankreich
2. Mesa Trail Hero (Kurzstrecke)
2. Cyclo Cross Tour de Wittenheim
Vizemeister Ba-Wü Cyclocross
Teilnahme an: Swiss Epic, Engadin Bike Giro, uvm.

Es waren wieder sehr tolle Events!

 

Rucksacklauf 2017 – 3. Platz

Der Rucksacklauf gehört zu den ganz alten, traditionellen Wintersportveranstaltungen im Schwarzwald. Mit 100km von Schonach zum Belchen zählt er zu den härtesten Langlaufrennen in Europa. Schon mehrmals musste der Rucksacklauf, wegen Schneemangel, abgesagt werden.
Auch dieses Jahr hielten die tollen Loipenbedingungen aus dem Januar nicht durch und die Strecke wurde auf 50km verkürzt, mit Start in Hinterzarten und Ziel auf dem Belchen. Dazwischen die härtesten und anspruchsvollsten Loipenabschnitte, die an der Hohtann nochmals um die Försterspur und die Kostloipe verlängert wurden, gespickt mit 1500 Höhenmeter. Ich bin froh, dass die Organisation, so schnell reagiert hat und diese tolle Strecke präparieren konnte.
Meine Vorbereitung lief vorbildlich. Ich hatte mir ein paar Trainingswettkämpfe rausgesucht und konnte die Woche vor dem Langlaufsaisonhöhepunkt sogar noch den Vizemeistertitel des Skiverbandes Schwarzwald in der freien Technik sichern. Eine leichte Erkältung schaffte ich am Freitag noch aus dem Weg. Man Ski war bereits am Donnerstag präpariert (Danke Stefan Weiss).
Samstag früh in Hinterzarten merkte man die angespannte Stimmung. Viele Athleten nutzen die Minuten vor dem Start aus, um ihre Ski mit dem richtigen Steigwachs zu versorgen. “Klister” war das meist gehörte Wort! Ich hatte davon nichts auf meinen Ski. Ich lies mich nicht verunsichern und vertraute auf meinen Wachser Stefan, der mir schon mehrfach einen genialen Ski rennfertig gemacht hat. 230 Starter, darunter der Silbermedaillengewinner Olympia 2002 (Sprint) Peter Schlickenrieder, stellten sich in das Startgehege. Pünktlich um 8.30 Uhr schossen die Topathleten mit Manuel Sieber und Tobias Rath und Benjamin Waidelich davon. Ich hielt mich in der Verfolgergruppe auf und hatte Schwierigkeiten an den Anstiegen den richtigen Stieg zu finden. Aber meine Zeit kam! Je trockener der Schnee wurde, umso besser hielt das Steigwachs. Ich distanzierte meine Gruppe und überholte Waidelich, der aus der Führungsgruppe abreißen ließ. Platz 3 zu halten, das war mein Ziel! Immer wieder sah ich die beiden Führenden, konnte aber die kleine Lücke nicht schließen. Beim Übergang zum Notschrei nutzte ich das Ausziehen der Skier um sie nachzuwachsen. Auch am Wiedener Eck ließ das Steigwachs merklich nach und ich musste nochmals mit Steigwachs nachhelfen. Die folgenden 20km habe ich mir in der Vorwoche angeschaut.
Mit dem 3. Gesamtrang bin ich mehr als zufrieden. Ein Blick auf die Ergebnisliste zeigt, was für Granaten am Start waren…. Danke für die Unterstützung: Conny, Verena, Tatjana, Grafi und Stefan!.

Deutscher Meister! Skilanglauf

So kann die Langlaufsaison enden! Am vergangenen Samstag habe ich es tatsächlich geschafft bei der Deutschen Seniorenmeisterschaft Skilanglauf Langstrecke (30km) den Titel zu holen. Nachdem ich bereits beim Notschreilauf zweimal über 20km meine Leistung abrufen konnte (Pl. 3 und 5), wusste ich, dass die Form gut war!
Von ca. 30 gestarteten Athleten konnte ich mich, nach der ersten von drei Runden, zusammen mit den Skilegenden Walter Kuß und Ulli Zipfel absetzen. In der klassischen Technik ist das Material, also der gewachste Ski, sehr entscheidend. Stefan Weiss von Swix hat mir meinen Ski exzellent präpariert.
Mit diesem Ski war ich voll konkurrenzfähig! In die Schlussrunde lief ich gemeinsam mit Walter Kuß und hatte in den Anstiegen etwas mehr Körner um ihn zu distanzieren und konnte nach über 90 Minuten das Rennen gewinnen. Die Strecke war voll mit Zuschauern. Wahnsinn! Ich dachte, so etwas gibt es nur bei der Tour de France ;-). Der Notschrei hatte wieder eine tolle Veranstaltung mit einer Strecke auf Worldcupniveau. Auch wenn der Winter immer noch in unserem Schwarzwald Einzug hält, starte ich ab kommender Woche mein Radtraining. Aber zunächst einmal homöopathisch…  

1. Lemming Loppet – 6. Platz

Um den Rucksacklauf, der aufgrund von Schneemangel nicht stattgefunden hat, etwas zu kompensieren, habe ich nach anderen Herausforderungen auf Langlaufskiern gesucht. Auf dem Kniebis (Nordschwarzwald) bin ich dann fündig geworden. Hier fand am gestrigen Sonntag der 1. Lemming Loppet (Veranstalter: Karlsruher Lemminge e.V.) statt. Um für die rund 100 Teilnehmer beste Bedingungen zu garantieren, wurde die Strecke auf 20km (statt 30) verkürzt. Außerdem mussten wir statt 2x15km auf einer 2,5km Runde 8 Mal laufen. Das Ganze erinnerte etwas an meine Cyclocrossrennen, wo wir auch eine Rundendauer von ca. 7 Minuten haben. Der Start erfolgte aus einer Doppelstockspur und war gewohnt hektisch. Nach drei Runden konnte ich zu zwei Läufern aufschließen und wir kämpften um Platz 5. Die Spitze war derweil uneinholbar. Das Rennen wurde im Verlauf immer taktischer, weil wir die überrundeten Läufer als “Hindernisse“ geschickt in unsere Renngestaltung integrieren mussten. Am Ende landete ich sehr zufrieden auf dem 6. Gesamtrang (Ergebnisse). Meine Langlaufsaison wird noch drei Wochen andauern. Ich werde am 12./13.3. beim Notschreilauf starten und den Abschluss bildet die deutsche Meisterschaft über 30km in der klassischen Technik am 19.3..