Der Saisonauftakt nach Maß: Andalucia Bike Race 11. Platz

Zusammen mit meinem Teamkollegen Daniel Eiermann startete ich vergangene Woche beim Andalucia Bike Race im Süden Spaniens. Wir hatten Sonne, Schnee, Regen, Nebel und täglich nasse Füße wegen den unzähligen Bachdurchquerungen. Im Vergleich zum letzten Jahr konnten alle Etappen planmäßig durchgeführt werden und so standen nach sechs Tagen 400km und 9800hm auf dem Tacho. Wir haben das Beste aus uns rausgeholt und haben sehr gut miteinander gearbeitet. Das Rennen muss man im 2er-Team bestreiten. Mit einem 8. Platz auf der Königsetappe haben wir unseren Grundstein für den 11. Gesamtrang legen können. Das hochklassigen Starterfeld macht diesen Platz noch wertvoller. 
Ergebnisse sind: Ergebnisse 
Ein Blick auf die Webseite des Veranstalters lohnt sich. Täglich wurden Videos im spanischen Fernsehen ausgestrahlt, die dort zu finden sind: Andalucia Bike Race Homepage 
Wie auch im letzten Jahr hat uns die Trailvielfalt und die landschaftlichen Eindrücke sprichwörtlich aus dem Sattel gehauen. Ich denke, die Bilder sprechen für sich.

Sudety MTB Challenge 2013 – Der Osten ist genial! 3. Platz

Nach fünf Etappen und einem Prolog und fast 400 Kilometern mit 12000 Höhenmetern habe ich meinen Aufenthalt bei der Sudety MTB Challenge erfolgreich auf dem 3. Platz beendet. 
Die Streckenführung kam mir mit kurzen Anstiegen, heftigen Downhills und einigen Schiebepassagen sehr entgegen. Ich habe einiges von Tschechien und Polen sehen dürfen und auch die Gastfreundschaft genossen. Viele neue Freunde kennengelernt und eine gute Zeit verbracht. Wenn dieses Rennen 2014 in die zehnte Auflage geht, dann mit mir. Ich hoffe bei ebenfalls hohen Temperaturen und viel Sonne!
Das Endresultat: 2. Jason Sager (USA), 1. Tomas Vokrouhlik (Tschechien), 3. Sönke Wegner (GER)

Top 10! Veringendorf Marathon

Die Befürchtungen einer eher langweiligen Streckenführung (55km und 1200hm) auf der Alb wurden nicht bestätigt. Tagelange Regenfälle machten es den 350 Bikern nicht leicht. Tiefer Matsch und sehr rutschige Downhills und Uphills, die nach Traktion verlangten bereiteten mir ein großes Grinsen. Schon im Vorfeld merkte ich, dass ich gut erholt war. So versuchte ich so lange, wie möglich mit der Spitze mitzufahren. Nach ca. 30 Minuten hängte es mich von Kaufi und Co. ab und ich nahm die zweite Verfolgergruppe. Zusammen mit Daniel Gathof fuhr ich das Rennen, mit ständigen Blick auf eine Fünfmanngruppe, zu Ende. Wir hatten viel Spaß miteinander und fuhren nicht mehr ums Leben, als es ins Finale ging. Top Ten auf dem 9. Platz war für mich richtig zufriedenstellend, da das Rennen gut besetzt war. Ergebnisse
Jetzt müssen nur noch die neuen WOMB Trikots kommen… Das persönliche Logo steht bereits. 

Im Herzen Österreichs: Ischgl Ironbike

Sonnenschein und ein Starterfeld, das bei der EM nicht besser hätte sein können. Das Preisgeld 20.000€ ist das höchste, das in Europa bei einem Mountainbike Marathon vergeben wird. Das Rennen führt über 78km und 3800hm. Man überquert einen kleineren und zwei größere Berge, die jeweils auf über 2700 Meter gehen.
Nach einem neutralisierten Start ging es von Ischgl nach Galtür und wieder zurück. Im Anschluss wurde es hochalpin. Sehr steile Anstiege und 1200hm am Stück. Mit meiner Übersetzung (29-36) war ich absolut am Limit. Teilweise musste ich Zick-Zack fahren um nicht abzusteigen. Nach 4:15 Stunden fingen meine Beine an zu krampfen. Das Rezept: Einfach drüberziehen; also weiterkurbeln und nach Möglichkeit einen Gang leichter. Auf Platz 29 gesamt und auf dem 3. in der Sportklasse fuhr ich nach 4:56 Stunden ins Ziel. Für mich waren die Berge zu steil und die technischen Abschnitte zu dürftig. So bin ich mit dem Ergebnis absolut zufrieden.

Transvesubienne… das Meer in Sicht!

La Colmiane 6.30 Uhr Startschuss zum Transvesubienne Mountainbike Marathon.
Ziel Nizza! 83 Kilometer! Ich bin schone viele Marathonrennen gefahren. Viele von denen ich dachte, dass sie technisch und schwierig zu fahren sind, haben nun ein neues Maß. Dieses Rennen ist von der ersten bis zur letzten Minute schwer. Direkt nach dem Start geht es eine Skipiste hoch, die so steil ist, dass es unmöglich ist die Falllinie zu fahren. Nicht überzocken! Aber das denken sich alle um mich herum auch. Ich starte zum ersten Mal und weiß, dass es die nächsten sieben Stunden auf dem Sattel weitergeht. Nach den ersten knackigen 500 Starthöhenmeter geht es auf den ersten Downhill. Noch ist der Trail flowig und recht kontrollierbar. Aber schon bald zeigen sich die extrem anspruchsvollen Alpentrails. Steinig, steil und mit Serpentinen, die zudem mit knie- bis hüfthohen Absätzen versehen sind. Es ist der Killer. Ich habe lange mit mir gehadert ob ich die Vario-Seatpost fahren soll oder nicht. Die einzige, richtige und vernünftige Entscheidung war sie einzubauen. Ich hätte wohl noch mehr Zeit auf den Downhills verloren bzw. müsste deutlich mehr schieben. Ich bin bisher bei keinem Marathon wegen einem Downhill vom Bike gestiegen! Hier so oft, wie ein Anfänger, der das erste Mal den Rosskopf-Trail runtergeschickt wird. Bergauf hatte ich keinerlei Probleme und konnte wieder Plätze gut machen. Sehr viele Anstiege waren jedoch nicht fahrbar. Wir befinden uns hier auf dem GR5. Ein Wanderweg für die Sportlicheren und sportliches Wandern mit einem gekonnten Radtragegriff war Angesagt. Es machte auch keinen Sinn dabei zu Rennen, das tut bei zwanzigminütigen Schiebepassagen ziemlich weh und das Ziel war weit. Die Trails, aus denen überwiegend der Marathon besteht, sind sehr speziell. Fährt man beispielsweise durch kleine Orte, dann geht es schmale Gassen runter, die gespickt sind mit hohen, kurz aufeinander folgenden Stufen. Ich fuhr viel allein oder bin mal auf Biker aufgefahren um mich im Downhill wieder überholen zu lassen. Mein Racefully war sicherlich eine sehr gute Entscheidung in Finale Ligurien aber hier sind 160mm Scheiben, 100mm Gabel und 2.1 Reifen die “schlankere“ Wahl. Und die trifft man kein zweites Mal. Sinn machen auch stabile Laufräder. Leichtbau rächt sich! Ich habe mir zwei Speichen hinten gebrochen und vorne einen ordentlichen 8er Reingefahren. Ohne Sturz! Das Meer auf sichtweite und der Salzgeruch in der Nase geht es auf die letzten fünf Kilometer. Flach! Wir machen den Namen der Veranstaltung aller Ehre und überqueren gefühlte zwölf Mal die Vesubie. Dieser kleine Fluss gefüllt mit Flussschotter ziehen dir die letzten Körner. Leider habe ich mir auch genau hier einen Platten gefahren, den ich, nach mehrmaligen Nachpumpen, durch einen Schlauch ersetzten musste. Dieser Wechsel erfolgte in einem XL Kanalsystem, der auch die Zielgerade bildet und mich drei Plätze gekostet hat. Nach ca. 7:15 Stunden fuhr ich als 24. von über 1000 Startern ins Ziel. Das Ergebnis ist vollkommen okay. Mit etwas mehr Downhillperformance und dem passenden Material wäre sicherlich noch mehr drinnen gewesen… Aber was hätte wäre, wenn… EGAL! 

24 hours of Finale Ligurien 2011

Wer denkt, dass ein drei Stunden Mountainbikerennen hart ist, der hat noch nie ein 24 Stunden-Race absolviert. Man kann sich alles bequem machen aber nicht, wenn man mit der Einstellung am Start ist das Rennen zu gewinnen.
Zusammen mit der Supernova Crew, die uns bestens mit Lampen ausgestattet hat und meinen Teamfahrern Julian Schwendemann, Martin und Stefan Siefermann ging es vergangenes Wochenende nach Italien. Südlichen von Genua in Finale, den meisten bekannt als Freeride-Hochburg, stand das legendäre „24h of Finale“ auf dem Programm. Die Strecke dauerte je nach Uhrzeit zwischen 35 und 46 Minuten. Es ging über 11 Kilometer mit 270 Höhenmetern und 75% Singletrailanteil. Die restlichen 25% waren Wege, die in Deutschland bei jedem Marathon als Singletrail durchgehen würden. Also eine Strecke, die mir zusagt! Alleine der Start war schon ein Highlight für sich: Le Mond in Finale mit einem 10 Kilometer Uphill, der teilweise 24% Steigung aufwies. Im Anschluss ging es auf die genannte Runde. Mein Team entschied sich für diese Herausforderung Martin Siefermann an den Start zu stellen.
Martin kam als zweiter gesamt den Anstieg hinauf. Dann geschah das Missgeschick, an dem wir weitere 23 Stunden zu knappern hatten. Martin bekam einen Platten und das Pannenspray half nicht. Durch den Aufruf über einen Streckenposten wurde uns Mitgeteilt, dass wir nicht auf unseren Startfahrer warten brauchen und sofort einen weiteren Fahrer auf die reguläre Runde schicken können. Das Nichtbeenden des Startuphills kostete uns eine Runde, die wir Strafe bekommen haben. Fast 40 Minuten lagen wir also unmittelbar nach dem Start im Rückstand. Wir fuhren dennoch mit maximalem Speed weiter. Nach fünf Stunden lagen wir bereits auf Platz acht und auf Platz eins hatten wir noch 30 Minuten. Power On! Vollgas bis zum Kotzen! Leider traf das auch auf Stefan Wort wörtlich zu und er musste sich in der Nacht vorläufig verabschieden. Die Taktik war: Nach jeder Runde wechseln. Jede Runde wird so schnell, wie möglich gefahren. Geschlafen wurde höchstens 40 Minuten, wenn alle Biker in der Lage sind ihre Runden zu fahren. Ansonsten wird’s gleich mal richtig anspruchsvoll. Ein großes Problem ist die Nahrungsaufnahme. Irgendwann, leider viel zu früh, verweigert der Magen die Essensmengen, die nötig sind um die verbrauchte Energiemenge zu decken, aufzunehmen. Schafft man es dennoch reichhaltig zu essen, dann geht der „Schuss“ nach hinten los… . Wir reden hier von brutalem Sport. Der 24h Weltmeister, der sein Trikot spazieren trug, hat wohl den brutalsten Magen. Egal! Wir gaben Alles! Im Team nimmt auch keiner einen Gang raus um sich zu schonen. Wer fahren kann, der holt das Maximale raus. Wir steigerten uns und waren nach 15 Stunden auf Platz 4. 20 Minuten hinter den Führenden und noch weitere drei Platten warteten auf uns. Bisher hatten wir nun zwei Durchschläge und sechs gerissene Speichen an zwei Vorderrädern. So ich reduziere mal die Spannung und bringe die Geschichte auf den Punkt. Stefan konnte die letzten sechs Stunden wieder in gewohnter Kämpfermanier fahren und wir näherten uns unserm Ziel. Als Martin in der vorletzten Runde zwei Minuten auf den Zweitplatzierten aufschloss, vollendete Stefan unseren Tag auf dem Mountainbike und überholte in der letzten Runde und wir wurde zweiter. Uns fehlte am Ende fünf Minuten auf den Sieg und mir zudem noch die nötige Kraft um mich auf den Beinen zu halten. Im Anschluss war ich so ausgepowert, dass ich 18 Stunden durchgeschlafen habe.
Aktuell hocke ich direkt am Mittelmeer in der Nähe von Frejus und versuche zu regenerieren um am Sonntag beim Transvesubienne am Start zu stehen.

Wir rutschen ins Jahr 2011

Dieses Bild ist auf den Tag genau 2 Jahre alt. Das Murmeltier grüßt und wir sind 2010 wieder am Start beim Silvesterlauf am Titisee. Das Langlaufrennen in der Skatingtechnik verläuft über 10 Kilometer und geht ordentlich hoch und runter! Man kann diese regionalen Events mit einem Tälercup in Bestbesetzung vergleichen. Es sind nicht viele Starter und keiner ist langsam. Wir sind dort echte Exoten, da wir nicht aus den typischen Skizünften aus dem Schwarzwald geschlüpft sind und auch nicht einer Sportfördergruppe angehören.
Das Rennen hat eine offizielle Ergebnisliste. Wir haben eine inoffizielle, in der nur wir, die Biker, drin vorkommen.
Aktuell steht viel Grundlagentraining auf dem Programm. Ich absolviere jeden Meter auf Langlaufskiern. Ab Januar werden ein paar dieser Meter durchs Rad ersetzt. Ende Februar geht es für 14 Tage nach Katar. Dort simulieren wir eine 9-tägige Straßenrundfahrt.

Giro delle Dolomiti

Nach sechs langen und harten Bergzeitfahren mit 650 Km und 11000 Höhenmetern ist der Giro nun zu Ende. Leider wurde aufgrund von Schneefällen bis 2400 M.ü.NN. zwei Etappen gekürzt. Das Bergzeitfahren auf den Passo Stelvio wurde auf 17 Km und 1300Hm reduziert.
Es ging von Prad bis zur Franzenshöhe (Zeit: 1:03:51 Std.). Alles darüber hätte in einer Schneeschlacht (40cm auf dem Pass) geendet. Mit 2757 Metern Höhe gehört dieser Pass zum höchsten Straßenpass Italiens und zum zweithöchsten der Alpen.