Der Saisonanbschluss an der Cote d´Azur

Roc d´Azur, das MTB Festival immer im Oktober, bietet seit über zehn Jahren meinen Saisonabschluss. Hier an der Cote d´Azur kann ich Urlaub mit Freunden und Gleichgesinnten genießen und gleichzeitig an hervorragenden Rennen teilnehmen. Vor zwölf Jahren machte ich das Gelände um Frejus noch mit dem Hardtail unsicher, aber die Zeiten uns das Material ändern sich. Mittlerweile kann ich mir dieses Gelände nicht mehr ohne Racefully vorstellen. Viele lose und verblockte Steine, ein Gelände, das ständig neu ausgewaschen ist und selten Möglichkeiten der Erholung bietet, da gönne ich mir den vollgefederten Luxus.

Dieses Jahr machte eine Erkältung in der Rennwoche einen kleinen Strich durch die Rechnung. Gemeldet war ich bei vier Rennen. Am Ende waren nur zwei für mich möglich. Ich legte den Fokus auf die Hauptrennen mit jeweils mehreren tausend Teilnehmern. So stand ich bereits um 7.30 Uhr am Freitag mein UCI Roc Marathon, mit den besten der Szene (inkl. Weltmeistern), am Start. Ich fuhr ein zufriedenstellendes Rennen und landete auf einem 49. Rang. Somit wurde ich meiner zweiten, zugeteilten Startreihe gerecht.

Der Ruhetag reichte gerade so, dass ich bereit für das Hauptrennen am Sonntag war. Als UCI XC Rennen deklariert wird der Roc d´Azur auf eine 52km lange Schleife geschickt. Dieses Rennen ist prestigemäßig das Highlight. Ein Sieg hier gleicht dem Ritterschlag in der Ausdauerszene.
Zu den guten Marathonprofis gesellten sich noch ettliche Crosscountryprofis an die Startlinie. Dementsprechend schnell und hektisch war die Startphase. Ich erwischte kein gutes Hinterrad und musste bereits nach wenigen hundert Metern durch einen Sturz (von einem Vordermann) vom Rad.
Das Überholen gestaltete sich als sehr schwierig und so musste ich bis zum ersten Anstieg warten, ehe ich ein paar Positionen wieder gut machen konnte. Die folgende Abfahrt kam mir aber noch mehr entgegen und ich kam erstmals in die Top70 zurück. Durch eine konstante Leistung, konnte ich Gruppen halten und mich “hier und da“ etwas nach vorne arbeiten. Der Spaßfaktor war immens! Nach jeder Kurve kam ein neues Highlight. Mir wurde nie langweilig und meine Motivation war voll da.

Der 56. Gesamtrang ist der Lohn der Mühe. Wobei sich die Mühe dieses Jahr nicht nach Arbeit, vielmehr nach einem echten Vergnügen angefühlt hat. Ich war schon deutlich fertiger im Ziel.
Das Schönste und Beste an all dieser Rennfahrerei war auch dieses Mal das gemeinsame Drumherum. Mit Freunden die Tage verbringen und beenden, besser geht es nicht.

Jetzt heißt es, den Herbst hier im Schwarzwald genießen und eventuell das ein oder andere Crossrennen mitnehmen. Die Motivation ist auf jeden Fall weiterhin vorhanden.

Sportograf, die Fotografen meines Vertrauens, haben auch beim Roc ganze Arbeit geleistet. Mir fiel es schwer, eine gute Auswahl zu treffen und habe gleich sehr viele Fotos in diesen Beitrag gepackt.
(Ist ja mein Blog, da kann ich auch Pics von mir posten, bis man sie nicht mehr sehen kann. )