Epic Israel – 4 Tage in Galiläa

Nach 2015 stand ich nun zum zweiten Mal beim Epic Israel am Start. Zusammen mit Holger Schaarschmidt, den ich bereits als Teampartner bei der Swiss Epic hatte, nahmen wir dieses Abenteuer in Angriff.

Bereits 2015 hat mir die professionelle Umsetzung der Veranstalter sehr gut gefallen. Aber mit dem UCI S1 Status, so unmittelbar vor Olympia, haben die Organisatoren noch einen draufgesetzt. Helikopteraufnahmen, die jede Etappe Live auf den PC bzw. TV brachten, dazu eine Moderation, die ihres Gleichen sucht und Essen, das für Vegetarier nach Mehr schmeckt. Also rundum sehr gelungen.

Wir starteten gut in den Prolog und konnten ein hohes Tempo einschlagen, vielleicht zu hoch. Denn Holger musste nach 5 von 20km das Tempo etwas rausnehmen und konnte keine Führung mehr fahren. Wir kletterten auf die Alten Stadtmauern von Akko und buddelten im Sandstrand bis zum Ziel. Mit Platz 23 kamen wir jedoch in einem Fahrerfeld mit 17 Landesmeistern solide unter.

Am Folgetag waren die Rollen exakt umgekehrt. Holger musste für das Tempo sorgen und zog mich durch das Hinterland von Galiläa. Meine Akkus haben sich über Nacht nicht aufgeladen. Durchfall und Party im Hinterhof waren nicht förderlich für eine gewünschte Regeneration.  
Trotzdem fuhren wir mit Platz 19 unser bestes Tagesergebnis.

Die zwei letzten Etappen genossen wir häufig in Begleitung mit den deutschen Paul Häuser und Niclas Rankert. Die Jungs fuhren ein ähnliches Tempo und man konnte sich gegenseitig unterstützen.
Wobei Rankert wie gemacht für die Ebene ist und somit der Mann der letzten Kilometer war. Der 22. Gesamtrang von 300 Teams stellt uns sehr zufrieden.

Man könnte nun von Stage 4 sprechen, wenn man das Eincheck in den Flieger von Tel Aviv nach München betrachtet. Jeder Teilnehmer musste am Flughafen eine sehr (sehr) aufwendige Sicherheitskontrolle überstehen und hoffen, dass sein Rad mitfliegen durfte. Hier sei gewarnt: Lasst besser den Laptop daheim, packt den Radkoffer übersichtlich und nehmt euch sehr viel Zeit!

Ach ja, bevor wir natürlich das Heilige Land verlassen durften, haben wir noch ein bisschen Zeit in Haifa, Jerusalem und Tel Aviv verbracht. Tel Aviv und Jerusalem, zwei Städte, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jerusalem ist sehr durch die Religionen geprägt, während Tel Aviv mehr in der Zukunft lebt. Beides kulturelle Highlights, die man sehen muss, wenn man die Möglichkeit hat.

Pics by Ronen Topelberg
http://www.epicisrael.org.il