Swiss Epic Graubünden rockt!

Holger und ich, nach 2018, stehen wir wieder gemeinsam am Start der Swiss Epic. Graubünden statt Wallis. Wir sind gespannt und hoffen auf gutes Wetter.
Das neue Giant Anthem liegt bereit. Die Reifen sind nass! Erste Etappe: Davos nach St. Moritz im Regen.
300 Teams werden auf die Rennstrecke entlassen. Manche mit Badehaube auf dem Kopf, wir mit Armlingen 🙂
Ein Highlight der ersten Etappe ist der Albulapass. Trails bis ins Engadin garantieren auch bei Nässe maximalen Spaß. Mit über 3000 Höhenmetern gehört die Etappe zur härtesten. Wir werden 19. in einem internationalen Topfeld.
Holger und ich ergänzen uns gut. Windschattenlutschen, je nach Tagesform und Laune ist genehmigt. Manchmal ist es aber auch einfach entspannter in den Abfahrten der Linie des Vordermannes zu folgen.
St. Moritz behält uns zwei Nächte. Die 2. Etappe ist ein wunderschöner Rundkurs von knapp 70km und führt uns bis auf 2600 M.ü.Nn.
Der WM-Trail schießt uns wie eine Kanonenkugel ins Tal. Kaum vostellbar, dass wir soeben einen wolkenlosen Himmel hatten. Dieser Wechsel ist zumindest erfrischend.
Da sind wir schon bei Etappe 3. Ziel Lenzerheide mit abschließendem Worldcup Track. Raus aus dem Engadin führte eine große Spitzengruppe das Feld an.
Der Untergrund wechselt ständig. Nass, rutschig oder auch Asphalt fordern die Fahrer. Im Ziel treffen wir immer wieder auf Fahrer, die ihre Wunden verarzten lassen. Wir haben Glück und kommen problemlos durch.
Lenzerheide ist Start der 4. und 5. Etappe. Bekannt wurde dieser kleine Alpenort, bei den Bikern, durch die WM 2018. Wenige Tage vor unserer Ankunft fand hier der Worldcup statt. Die bikefreundliche Atmosphäre strahlt die Region überall aus. Holger hat beispielsweise eine Ersatz-Sattelstütze in einem kleinen Radladen (geliehen) bekommen. Bedingung: Am Ende des Etappenrennens bitte zurückschicken.
Langer Uphill - Langer Downhill! Jeder Tiefenmeter will genutzt werden und so lassen sich die Organisatoren nicht lumpen. Wir haben viel Spaß! Generell ist das Rennen mit der nötigen Ausdauer und Fahrtechnik gut machbar. Wenn ich mich an 2014 zurück erinnere, da war es nur abartig. XXL Etappen und Abfahrten, die viele Fahrer über ihr Limit brachten.
Holger übernimmt das Kommando und bringt uns sicher ins Tal. Der Mix aus Naturtrails und gebauten Trails bring viel Abwechslung. Jede Destination hat ihre eigene Note. Langeweile fehl am Platz!
Unterhalb der Baumgrenze treffen wir auf viele Pilzsammler. Der Wald scheint den perfekten Nährboden zu bieten. Uns bereitet er ein dickes Lachen ins Gesicht.
Adios Lenzerheide! Wir treten für die letzten Kilometer in die Pedale. Gemeinsam mit Lars und Fadri verbingen wir einen kurzweiligen Tag. Jeden Tag treffen wir auf die gleichen Gesichter. Man lernt die Stärken und Schwächen der anderen Teilnehmer kennen und kann entsprechend reagieren.
Bei Regen gestartet, bei Sonne das Ziel erreicht. Die gemeinsame Zeit war intensiv und unglaublich gut. Die Orga hat aus fünf Jahren gelernt und in kleinen Details nochmals nachgebessert, so ist die Veranstaltung von einem hohen Niveau auf ein noch höheres gewandert. Der Locationwechsel tat gut und man konnte jede Etappe mit einem Downhill beenden.
Platz 22! Gerne wären wir weiter vorne gelandet, war aber nicht möglich! Das Niveau hat sich jedes Jahr gesteigert und kleine Schwächen kosten Minuten und schnell Positionen. Aber Platzierungen sind hier eher zweitrangig, wichtiger ist das Erlebnis in einer der schönsten Gegenden der Welt.